Agfa spaltet sich in drei Firmen auf

7. Juli 2006, 11:57
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Der Bildtechnik-Konzern will durch die Trennung ab 2008 250 Millionen Euro pro Jahr einsparen - Jobabbau möglich

Brüssel - Der belgische Bildtechnik-Konzern Agfa-Gevaert wird sich in die drei selbstständigen Unternehmensbereiche Grafik, Medizintechnik und Materialien aufspalten. Mit diesem Schritt sollen spätestens bis 2008 jährliche Einsparungen von rund 250 Millionen Euro erzielt werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Brüssel mit. Ob es auch zu Stellenstreichungen kommt, will Agfa-Gevaert erst Ende August bekannt geben.

Flexibiltät

Die neue Konzernstruktur mit Agfa-Gevaert als Holdinggesellschaft soll die Flexibilität der einzelnen Geschäftsbereiche in einem sich rasch verändernden Markt erhöhen. Dies gelte sowohl für die Umsetzung der Wachstumsstrategie als auch bei der Kostenreduzierung, hieß es.

Der Unternehmensteil Grafik soll der nach Umsatz größte werden. Bis 2008 will Agfa-Gevaert in diesem Bereich Erlöse von 1,9 Milliarden Euro erzielen. Für die Medizintechnik werden 1,7 Milliarden Euro und für Materialien 700 Millionen Euro angepeilt.

In den vergangenen Jahren hatte sich Agfa-Gevaert zunehmend aus der Herstellung analoger Fotomaterialien für Privatkunden zurückgezogen. Im Herbst 2004 wurde die Fotosparte in Leverkusen verkauft. Die AgfaPhoto meldete im Mai 2005 Insolvenz an. (APA/dpa)

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