Angeblich wurden 2003 weltweite Anschlagspläne der El-Kaida vereitelt

22. Juni 2006, 16:13
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Laut Bericht eines US-Senders planten Terroristen mutmaßlich neue Attacken mit Flugzeugen

Washington - Die Terrororganisation El-Kaida soll einem US-Fernsehbericht zufolge vor drei Jahren vergeblich versucht haben, nach dem Muster des 11. September 2001 weitere Flugzeuge für Selbstmordanschläge zu entführen. Die Anschläge seien im Rahmen von drei verschiedenen Komplotten in London, Italien, Pakistan, Australien und an der Ostküste der USA geplant gewesen, berichtete der Sender ABC am Mittwoch unter Berufung auf einen Bericht des Heimatschutzministeriums. Wie die Terrorkomplotte von den Sicherheitsbehörden aufgedeckt und vereitelt worden seien, berichtete der Sender aber nicht.

Laut ABC wollte El-Kaida 2003 am Londoner Flughafen Heathrow mehrere Maschinen in ihre Gewalt bringen und in denselben Airport sowie in das Londoner Geschäftsviertel Canary Wharf stürzen lassen. Bei dem zweiten Komplott habe im Mai 2003 ein mit Sprengstoff beladenes Flugzeug in das US-Konsulat in der pakistanischen Stadt Karachi fliegen sollen. Ferner habe die Terrororganisation von Osama bin Laden im Sommer desselben Jahres Sprengstoff in Fotoapparaten und anderen Gepäckstücken in mehrere Maschinen schmuggeln und diese dann für Anschläge an der US-Ostküste, in Großbritannien, Italien und Australien nutzen wollen.

Der Ministeriumsbericht zeigt laut ABC, dass der Flugverkehr ständig im Visier der Terrorplaner der El-Kaida ist. Das Ministerium selbst erklärte am Mittwoch lediglich, die Informationen über diese Komplotte seien nicht neu und bereits im Oktober veröffentlicht worden. Zugleich betonte das Ressort, es gebe keine aktuellen Hinweise darauf, dass in näherer Zukunft ein neuer Terroranschlag in den USA geplant sei. Wachsamkeit sei allerdings weiterhin geboten. (APA)

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