Tyrolean-Mitarbeiter: "Sicherheitsrisiko" klagt

22. Juni 2006, 20:08
posten

Ahmed A. will Schadenersatz - Weiß bis heute nicht, was gegen ihn vorliegt

Innsbruck - Vor dem Landesgericht Innsbruck hat am Mittwoch der Prozess des als "Sicherheitsrisiko"entlassenen Tyrolean-Mitarbeiters Ahmed A. gegen die Republik begonnen. Der Österreicher ägyptischer Herkunft hat auf Schadenersatz geklagt, überzeugt davon, "dass die Sicherheitsüberprüfung unrichtig durchgeführt wurde". Er sei unbescholten. Der Streitwert beträgt 6357 Euro.

Nach einer Zuverlässigkeitsprüfung der Flughafenbediensteten aufgrund einer EU-Verordnung hatte der Verfassungsschutz im August 2005 dem Verkehrsministerium mitgeteilt, Ahmed A. sei "durch sein Verhalten am Flughafen einschlägig bekannt", es bestünden "gravierende Bedenken". Das Ministerium wies an, den Flughafenausweis zu entziehen.

Der Betroffene weiß bis heute nicht, was gegen ihn vorliegt. Akteneinsicht wurde ihm verwehrt - für die Volksanwaltschaft "verfassungswidrig". Anwalt Paul Delazer hat Flughafendirektor Reinhold Falch und Tyroelan Personalchef Wolfgang Celle als Zeugen beantragt - diese Einvernahmen wurden jedoch auf die nächste Verhandlung vertagt. (bs, DER STANDARD - Printausgabe, 22. Juni 2006)

Share if you care.