Billy und Kris statt Bush

31. Juli 2006, 15:42
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Dieses TV-Tagebuch schlägt zurück und erklärt sich angesichts der Verhältnisse in der Wiener Innenstadt zur Bush-freien Sperrzone

Dieses TV-Tagebuch schlägt zurück und erklärt sich angesichts der Verhältnisse in der Wiener Innenstadt am Mittwoch zur Bush-freien Sperrzone. Es gibt genug andere Dinge, über die man hierorts schreiben kann. Okay, die WM legt sich nach wie vor gleich düsteren Gewitterwolken über die Kanäle und drückt das Restfernsehen in die Ecke. Immerhin ein Thema: Ottfried Fischers Frau will sich scheiden lassen. Hoffentlich dreht er dann nicht noch mehr Kriminalfilme. Zu lästern wäre auch, dass der ORF ein neues Service für schlaflose Westernfans bietet. Clint Eastwood und die "Glorreichen Sieben" sagen sich dieser Tage auf ORF 1 gute Nacht.

Sonst bleibt nur die Flucht in Jubiläen. Irgendwem kann man immer gratulieren, und alte Filme anlässlich eines Geburts- oder Todestages können eine nette Art des Sommerlochstopfens sein. Zum Beispiel: Raubein Kris Kristofferson wird Donnerstag 70. Der unermüdliche Sänger und Schauspieler war zuletzt mit der "Blade"-Trilogie wieder in den Wahrnehmungsbereich des Breitenpublikums geschwappt. ARD feierte schon am Montag mit "Pat Garrett jagt Billy the Kid" aus 1973.

Und Filmemacher Billy Wilder wäre heute 100 geworden. Guter Anlass für eine ganze Reihe von Sendern, seine Filme ins Programm zu hiefen. Das Vierte bringt etwa das selten gezeigte Drama "Stalag 17" aus dem Jahr 1953 mit William Holden als amerikanischen Kriegsgefangenen in Deutschland.

Zumindest ein kleiner Beitrag zur Erfüllung des Bildungsauftrags. (pum/DER STANDARD, Printausgabe, 22.6.2006)

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