EU-Kommission hilft Geflügelzüchtern

10. Juli 2006, 14:44
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Brüssel übernimmt die Hälfte der Kosten, die den Landwirten durch die Vogelgrippe ent­standen sind - 14 Staaten profitieren

Brüssel - Die Geflügelzüchter in 14 EU-Staaten bekommen wegen der Vogelgrippe Millionenhilfen aus Brüssel. Der zuständige Ausschuss beschloss am Mittwoch nach Angaben der Europäischen Kommission, die EU werde die Hälfte der Kosten für Maßnahmen wie die Vernichtung von Bruteiern und die Notschlachtung von Federvieh übernehmen. Diese beliefen sich voraussichtlich auf 50 bis 65 Millionen Euro.

Landwirte, die ihre Produktion freiwillig drosseln oder länger als drei Wochen ganz einstellen, bekommen ebenfalls Hilfen. "Ich bin gegen Beihilfen für die private Lagerhaltung und die Vernichtung von Fleischbeständen", sagte EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel. Der Markt erhole sich. Deshalb könnten die Bestände aufgebraucht werden. Weil zum Jahresbeginn der Verbrauch stark zurückgegangen und die Preise daraufhin eingebrochen seien, greife die EU aber zu "außergewöhnlichen Maßnahmen" und finanziere die Produktionsdrosselung, erläuterte Fischer Boel.

Insgesamt beantragten nach Kommissionsangaben 14 Mitgliedstaaten Beihilfen. Neben Deutschland waren dies Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, die Slowakei, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern. (APA/dpa)

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    Die Beihilfen beliefen sich voraussichtlich auf 50 bis 65 Millionen Euro.

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