Züblin gibt Strabag einen Korb

23. Juni 2006, 12:45
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Großaktionär des Bau­konzerns, Eberhard Lenz wird Geschäftsanteil nicht an Strabag verkaufen - Vorwürfe an Haselsteiner & Co

Stuttgart/Hamburg - Der Großaktionär des Stuttgarter Baukonzerns Züblin, Eberhard Lenz, will seinen Geschäftsanteil an dem Stuttgarter Baukonzern nicht an den österreichischen Mehrheitseigentümer Strabag verkaufen.

Im Hamburger "manager magazin" wirft er Strabag vor, die Tochtergesellschaft Züblin rücksichtslos zum eigenen Vorteil zu benachteiligen. Lenz sagte dem Magazin, Schäden, die durch das Strabag-Verhalten angerichtet würden, müsse der Konzern ersetzen.

Er fügte hinzu: "Nach den bisherigen Erfahrungen mit Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner kann ich ziemlich sicher sagen, dass meine Familie nicht an diesen Herrn verkaufen wird".

"Absurd"

Lenz bezeichnete es als seine Aufgabe, "entschieden die Interessen von Züblin zu verteidigen". Die bereits angelaufene Integration von Züblin in den Strabag-Konzern könne Züblin teuer zu stehen kommen, sagte Lenz. Den Kauf der Hochbauabteilung der deutschen Strabag durch Züblin bezeichnete er als "absurd". Züblin habe für einen Millionenbetrag lediglich viele hundert Mitarbeiter übernommen, die nicht gebraucht würden.

Der Stuttgarter Baukonzern Züblin hatte im Geschäftsjahr 2005 einen Umsatz von 1,55 Milliarden Euro gemacht und damit den Vorjahreserlös um acht Prozent gesteigert. Der Jahresüberschuss lag bei 28 Mio. Euro. Die Strabag hatte vor kurzem ihren Anteil an der Ed. Züblin AG auf 57 Prozent aufgestockt. Der andere Großaktionär, die Familie Lenz, besitzt 43 Prozent Anteile an Züblin. (APA/dpa)

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