Motorola geht bei Billighandys in die Offensive

31. Juli 2006, 14:15
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Fünf neue Geräte vorgestellt - Marktanteile sollen ausgebaut werden

Motorola geht bei der Eroberung weiterer Marktanteile in die Offensive und hat dabei vor allem die wachstumsstarken Märkte Asiens ins Visier genommen. Kernpunkt der Bemühungen, den Abstand auf Branchenprimus Nokia zu verringern, ist die Erweiterung der Produktpalette im Billigpreis-Segment. Im Rahmen der Telekommesse CommunicAsia hat Motorola nun fünf speziell auf die Schwellenländer zugeschnittene Handys vorgestellt.

"Man kann keine Marktanteile gewinnen, ohne in den Wachstumsmärkten aktiv zu sein und dort sind es die günstigen Handys, die das Wachstum ankurbeln"

Kennzeichnend für die neuen Modelle W220, W375, W170, W208 und W210 sind nach Angaben von Motorola unter anderem die hohe Akkudauer und die Integration eines Radios. "Man kann keine Marktanteile gewinnen, ohne in den Wachstumsmärkten aktiv zu sein und dort sind es die günstigen Handys, die das Wachstum ankurbeln", zitiert das Wall Street Journal (WSJ) den Motorola-Manager Simon Leung, der für die Region Asien/Pazifik verantwortlich zeichnet.

20 Prozent

Motorola hat nach den jüngsten Berechnungen der Marktforscher von Gartner im ersten Quartal 2006 einen Anteil von gut 20 Prozent am weltweiten Handymarkt erringen können. Mit klarem Vorsprung und einem Marktanteil von 34 Prozent führt aber weiterhin der finnische Mobilfunkriese Nokia das Ranking an. Ob Motorola mit seiner Produktoffensive nun Boden gut machen kann, ist allerdings fraglich. Nokia hatte bereits im Vorjahr mit einer stärkeren Ausrichtung auf günstigere Modelle Marktanteile zurückerobern können.

China und Indien

Für Motorola stehen insbesondere China und Indien im Fokus. In diesen Märkten seien monatlich bis zu fünf Mio. neue Handyuser zu verzeichnen, meint Leung. Darüber hinaus will Motorola seine Marktposition aber auch über Akquisitionen stärken und bei der derzeitigen Konsolidierung mitmischen. Der Konzern schaue sich nach geeigneten Übernahmezielen im Mobilfunk- und Netzwerkbereich um, so Leung gegenüber dem WSJ.(pte)

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