Gestohlene antike Schätze: Einigung zwischen Getty-Stiftung und Italien

30. Juni 2006, 16:04
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Zum Ausgleich für Rückgabe soll Museum andere Kunstschätze geliehen bekommen

Los Angeles - Im Streit um den Raub wertvoller Kunstwerke durch eine ehemalige Kuratorin des Getty-Museums haben sich die italienische Regierung und die Getty-Stiftung grundsätzlich geeinigt. Wie die Stiftung am Mittwoch (Ortszeit) in Los Angeles mitteilte, soll eine nicht näher bezifferte Zahl von antiken Schätzen an Italien zurückgegeben werden. Zugleich sieht die Vereinbarung jedoch vor, dass andere Kunstschätze von Italien an das Museum ausgeliehen werden.

Die "Los Angeles Times" hatte zuvor berichtet, bis zu 21 umstrittene Objekte sollten an Italien zurückgegeben werden. Das Museum hatte im September erklärt, niemals wissentlich gestohlene Kunstwerke erworben zu haben. Italien hatte die Rückgabe von 52 antiken Objekten gefordert, unter ihnen eine Marmorstatue zweier mythischer Greife und eine Apollo-Statue. Die ehemalige Getty-Kuratorin Marion True steht in Rom wegen des Handels mit gestohlenen Antiquitäten vor Gericht. (APA)

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