EADS-Kleinaktionäre ziehen vor Gericht

29. Juni 2006, 14:58
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Kurssturz mit Folgen - Vorwurf: Insider-Delikte, falsche Börseninformationen - Rücktritte verlangt

Paris - Der französische Kleinaktionärsverband APPAC zieht nach dem Kurssturz der EADS-Aktie vor Gericht. Die Kleinanleger-Vertreter werfen dem EADS-Management Insiderdelikte und falsche Börseninformationen vor. Zugleich verlangte APPAC den kollektiven Rücktritt des EADS-Exekutivkomitees. "Sobald ein Untersuchungsrichter eingesetzt ist, werden die von den Manövern geschädigten Kleinaktionäre (zusätzlich) individuell Klage gegen Unbekannt einreichen und als Nebenkläger auftreten", teilte APPAC am Mittwoch in Paris mit.

Die EADS-Aktie war nach Bekanntgabe der erneuten Verzögerung beim Airbus A380 drastisch eingebrochen. In der Kritik stehen zudem Aktienverkäufe durch EADS-Co-Chef No. l, Noël Forgeard, und die Großaktionäre DaimlerChrysler und Lagardere im Frühjahr. (APA/dpa)

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