Generali an Kauf nicht interessiert

29. Juni 2006, 13:44
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Kein Interesse an einem Kauf der Bawag P.S.K., aber unter Umständen an einer Beteiligung an dem Institut

Wien - Kein Interesse an einem Kauf der BAWAG P.S.K., aber unter Umständen an einer Beteiligung an dem Institut, hat die Generali Holding Vienna. Wer die BAWAG kaufen wird, ist dem Vostandsvorsitzenden der Generali, Karl Stoss, "ziemlich egal, denn wir werden sie nicht kaufen", sagt Stoss in einem Interview in "News". "Dafür hätten wir nicht das Geld". Interessant wäre die Bank als Vertriebspartner.

Für den Generali-Boss macht es aber wenig Sinn, dass eine Versicherung die BAWAG kauft. "Es gibt sehr wenig Synergiepotenzial für eine Versicherung. Man kauft ja auch nicht eine Kuh, um einen Liter Milch zu trinken".

Negativbeispiele

Es gebe "einige Negativbeispiele von Versicherungen, die gemeint haben eine Bank kaufen zu müssen und Schiffbruch erlitten haben", so Stoss in dem Interview. Ob die Generali eine Beteiligung an der BAWAG anstrebt, würde ganz vom Partner abhängen, der die strategische Führung hat, betont Stoss. "Wenn es aber einen starken Investor gibt, der sagt, es wäre eine Versicherung als Partner für umfassendere Serviceleistungen von Vorteil, dann macht es durchaus Sinn, darüber nachzudenken", meint der Generali-Chef.

"Die BAWAG P.S.K. ist im Kern eine ausgezeichnete Retailbank", findet Stoss, "bei der es Sinn macht, über Kooperationen nachzudenken". Die Konsolidierung der Generali in Österreich, bei der das Geschäftsmodell geändert werden soll, will Stoss ab Herbst umsetzen und bis Ende 2008 abschließen. (APA)

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