Hali startet neues Geschäftsjahr mit Auftragsplus

7. Juli 2006, 11:57
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Dank Zuwächsen im Export um knapp 20 Prozent mehr Aufträge - Umstrukturierung wirkt sich positiv aus - 55 Mio. Euro als Umsatzziel im laufenden Jahr

Linz - Der Büromöbelhersteller Hali mit Sitz in Eferding in Oberösterreich ist mit einem Auftragsplus von 19,4 Prozent ins Geschäftsjahr 2006/07 (per 31. März) gestartet. Diese Steigerung im noch nicht abgeschlossenen ersten Quartal sei vor allem mit Zuwächsen im Export erreicht worden, berichtete Geschäftsführer Winfried Ransmayr in einer Pressekonferenz am Mittwoch in Linz. Zudem wirke sich die mit Stellenabbau verbundene Umstrukturierung des Unternehmens in den vergangenen zwei Jahren nun positiv aus.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005/06 erzielte Hali einen Umsatz von 50 Mio. Euro und blieb damit etwas hinter den Erwartungen zurück. "Heuer wäre ich froh, wenn wir ein Plus von 10 bis 15 Prozent erreichen", sagte Ransmayr. 55 Mio. Euro seien ein realistisches Umsatzziel. Grund für diesen positiven Ausblick sei hauptsächlich die gute Entwicklung im Ausland. 25 Prozent der Umsätze würden bereits im Export erwirtschaftet. Die nun wieder gute Stimmung in Deutschland wirke sich für die gesamte Branche positiv aus, so der Hali-Chef.

Großauftrag für HVB

Stolz ist das Unternehmen auf die Entwicklung in London, wo zuletzt 400 Arbeitsplätze für Universal Records im Wert von 750.000 Euro eingerichtet wurden. Der nächste Großauftrag in der britischen Metropole werde für die deutsche HypoVereinsbank (HVB) abgewickelt. "Die HVB hat eine neue zehn Stockwerke große Trading Office in London, wo wir 450 Arbeitsplätze einrichten", erklärte Ransmayr. Dies werde in den nächsten vier Wochen geschehen. Danach werde auch der Eigentümer der HVB, die italienische UniCredit, dort einziehen, was die Einrichtung von weiteren 450 Arbeitsplätzen bedeutet. Die Ausstattung der insgesamt 900 Büroarbeitsplätze und der Besprechungsräume ergibt ein Gesamtauftragsvolumen von rund einer Mio. Euro.

Einzigartig im hart umkämpften Büromöbel-Wettbewerb sei, dass Hali auch die elektronische Technik für Konferenz- und Seminarräume mitliefere. "Wir sind der Generallieferant von Siemens für Österreich und mit unserer eigene Softwarelösung für diesen Bereich sind wir alleine am Markt", betonte Ransmayr. 10 Prozent des Umsatzes komme bereits aus diesem Geschäftsbereich namens "HALIVision".

Umstrukturierung gelungen

Um die derzeit gute Auftraglage abarbeiten zu können, wird im Eferdinger Werk in drei Schichten gearbeitet. Einige der im Zuge der Umstrukturierung abgebauten 130 Mitarbeiter seien nun über Leasingfirmen wieder im Unternehmen tätig. Hali beschäftigt aktuell rund 360 Mitarbeiter, 120 davon im Außendienst. "Die komplette Umstrukturierung des Unternehmens ist gut gelungen. Wir sind jetzt sehr schlank organisiert", betonte der Hali-Geschäftsführer. An einer weiteren Verbesserung werde derzeit gearbeitet: "Wir organisieren die Auftragabwicklung neu. Derzeit gibt es 17 Schnittstellen vom Auftrag bis zur Maschine. Nach dem jetzt laufenden Probebetrieb sind es nur mehr zwei", sagte Ransmayr.

Hali will seinen Umsatz in Österreich weiter ausbauen und setzt zudem verstärkt auf das Auslandsgeschäft. Am Heimmarkt sei ein Wachstum nur durch Verdrängung möglich, denn der Markt sei besetzt. Im Ausland gebe es allerdings noch viele Länder, wo Hali nicht aktiv ist. Derzeit ist das Unternehmen mit regionalen Händlern neben Deutschland und England auch in Russland, Polen, Tschechien, der Slowakei sowie in Slowenien und Ungarn vertreten. In Zukunft möchte Hali auch in Dubai und im Oman "Spuren hinterlassen". Zudem habe man in der rumänischen Hauptstadt Bukarest einen Händler gefunden, der österreichische Firmen bei der Einrichtung an Ort und Stelle betreuen werde. (APA)

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    foto: hali
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