Bio-Trend noch lange nicht vorbei

21. Juni 2006, 13:33
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Das Angebot wird immer größer, die Nachfrage ist vorhanden - die Österreicher sehen sich gern als "natürlich und gesund"

Wien - Der Bio-Trend ist in Österreich noch lange nicht vorbei - im Gegenteil: Laut einer aktuellen Ernährungsstudie des market-Instituts gehen acht von zehn Befragten davon aus, dass entsprechende Produkte bis 2015 weiter an Bedeutung gewinnen werden.

Gesunde Ernährung im Trend

35 Prozent der Befragten ordnen sich dem "Natürlich- und Gesund- Typ" zu. Ein Ergebnis, das die Ernährungswissenschafterin Ingrid Kiefer bereits vor zehn Jahren bei einer Untersuchung bekam. Wissen und tatsächliches Handeln mag nicht immer gleich sein, aber ein Viertel will in den vergangenen Jahren seine Ernährung umgestellt haben. Zwei Drittel (68 Prozent) konsumieren bereits heute mehrmals wöchentlich Bioprodukte, ein Drittel sogar einmal täglich.

Wunsch und Wirklichkeit

Mit dem Kauf und dem Verzehr ist es aber nicht getan - es kommt auch darauf an, was man draus macht. "Wenn man ein hochqualitatives Ausgangsprodukt hat, dann muss man es auch entsprechend zubereiten", betonte Kiefer. Der dramatische Anstieg an Diabetes und Bluthochdruck sind nur zwei Beispiele dafür, dass bei den Ernährungsgewohnheiten nicht alles richtig läuft.

Ernährung und soziale Schicht

Spielt der Preis und damit das Geld in Sachen Bio-Produkten eine große Rolle? In niedrigen Schichten sicher, aber mit einem guten Einkommen sei man laut Kiefer auch durchaus bereit, mehr auszugeben. Demnach ist "Bio" wohl auch eine soziale Frage. Das können Mediziner unterstreichen. Die Sozialmedizinerin Anita Rieder betonte im April dass die Wahrscheinlichkeit für Daibetes und Adipositas (Übergewicht)viel mit der sozialen Stellung zu tun hat: ungünstige Ernährungsweise und Bewegungsmangel seien zu 50 bis 60 Prozent bei Personen mit Pflichtschulabschluss ohne Lehre zu finden.

Der Wert der Nahrung

Im Kopf von Herr und Frau Österreicher hat die Qualität von Lebensmitteln an Bedeutung gewonnen. 66 Prozent stufen dieses Kriterium als sehr wichtig ein. Bei der Herkunft aus Österreich beträgt dieser Satz 54 Prozent.(APA/red)

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