Projekt für Gründerinnen im Burgenland bilanziert

21. Juni 2006, 11:26
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"Selbst ist die Frau" läuft seit 2004: Etliche Teilnehmerinnen von Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit gebracht

Eisenstadt - "Selbst ist die Frau" lautete das Motto jener Initiative, die burgenländische Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützte. Am Mittwoch zogen Frauenlandesrätin Verena Dunst (S) und Soziallandesrat Peter Rezar (S) über das seit Mai 2004 laufende Projekt Bilanz. Ziel war es, arbeitslose Frauen auf ihre Selbstständigkeit vorzubereiten, so Dunst bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt.

Neue Selbstständigkeit

Insgesamt nahmen 67 Frauen an den Workshops teil, 20 von ihnen haben sich bereits selbstständig gemacht, weitere 14 befinden sich gerade in der Gründungsphase, erklärte die Landesrätin. Die Betätigungsfelder seien beispielsweise Ernährungstraining, Künstlervermittlung oder Innenausstattung.

Renate Kerschbaumer hat am Programm teilgenommen und ist seit Jänner 2005 selbstständige Gesundheitstrainerin in Pinkafeld. Das Geschäft laufe gut, sie sei bis September ausgebucht. "Man bekommt ein Paket in die Hand, mit dem man arbeiten kann und erlangt Sicherheit", sagte sie über die Ausbildung. Helga Kerschbaum eröffnete in einer kleinen Gemeinde bei Großpetersdorf im Juli 2005 eine Schneiderei und Stickerei. Mittlerweile beschäftige sie sogar eine Teilzeitkraft, die Büroarbeit erledigt ihr Partner. "Auch in einem kleinen Ort gelingt die Selbstständigkeit", ist Kerschbaum überzeugt.

Abschluss

110.000 Euro wurden in das Projekt investiert, 70 Prozent stammen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, 30 Prozent finanzierte das Land. Mit 31. Juni dieses Jahres wird es abgeschlossen. (APA)

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