US-Präsident Bush aus Wien abgeflogen

23. Juni 2006, 21:05
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Alle innerstädtischen Sperren sind aufgehoben - Es gab spürbare Behinderungen aber kein Verkehrschaos

Wien - US-Präsident George W. Bush hat seinen Wien-Aufenthalt am Mittwochabend gegen 18.50 Uhr beendet und ist in die ungarische Hauptstadt Budapest weitergeflogen. "Alle innerstädtischen Sperren sind aufgehoben", gab der ÖAMTC am Mittwoch zuvor gegen 18.40 Uhr bekannt. Der Konvoi mit US-Präsident George W. Bush hatte die Wiener Ringstraße und die kurzfristig dafür noch ein Mal gesperrte Südosttangente (A23) passiert und fuhr auf der Ostautobahn (A4) zum Wiener Flughafen in Schwechat.

Auch Fußgänger waren von Sperren betroffen

Das befürchtete Verkehrschaos ist während des Präsidenten-Besuchs ausgeblieben. Allerdings hatten nicht nur Autofahrer im Sperrgebiet in der Wiener Innenstadt das Nachsehen. "Es ist auch zu deutlichen Behinderungen von Fußgängern gekommen", sagte ÖAMTC-Sprecher Harald Lasser der APA. An bestimmten Punkten entlang der Ringstraße, wo ein "Entkommen" über Seitenstraßen, sobald abgesperrt wurde, nicht möglich war, mussten Dutzende Fußgänger am Nachmittag bis zu eineinhalb Stunden lang warten.

Am frühen Abend bekamen die Autofahrer in den von Sperren betroffenen Wiener Bezirken die Auswirkungen der Kurzvisite deutlicher als zuvor zu spüren. Der Ring war nicht, wie geplant, zwischenzeitlich geöffnet worden, sondern seit etwa 15.00 Uhr durchgehend gesperrt, hieß es. Deutliche Behinderungen auf den Ausweichrouten waren die Folge.

Lob für Autofahrer und "Öffi"-Benutzer

Der ÖAMTC lobte die Autofahrer für ihre Disziplin, die Wiener Linien bedankten sich bei den Fahrgästen für deren flexibles Verhalten. Es sei kaum zu Unmutsäußerungen gekommen, hieß es. Die Autofahrer hätten sehr gut auf die Sperren reagiert, es sei im Vorfeld auch ausgezeichnet informiert worden. Selbst auf der Südosttangente (A23) war alles ruhig. Lasser: "Da war am Dienstabend sogar weniger los als sonst."

Ein "großes Kompliment" machte Wiener Linien-Sprecher Johann Ehrengruber den "Öffi"-Benützern. Es habe keine negativen Überraschungen oder verärgerte Menschen in den Straßen- und U-Bahnen gegeben. Am meisten betroffen vom EU-USA-Gipfel waren die Ringlinien 1 und 2 sowie jene Linien, die den Ring zumindest teilweise berühren - wie etwa J, D, 43, 44, 65, 71 oder der 59A. (APA)

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    Strenge Sicherheitsmassnahmen für genehmigte Fahrzeuge in die Sperrzone der Wiener Hofburg

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