MySpace will Europa erobern

28. Juni 2006, 10:24
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Neuer Managing Director für Europa soll der Internetcommunity auch außerhalb der USA auf die Sprünge helfen

Die Internetcommunity MySpace, die voriges Jahr für 580 Millionen Dollar durch den US-amerikanischen Medienkonzern News Corp. übernommen wurde, ist seit ihrer Gründung vor drei Jahren blitzschnell gewachsen. Inzwischen hat die Networking-Seite weltweit etwa 85,3 Millionen Benutzer.

Fokus auf den USA

Bisher konzentrierten sich die Aktivitäten hauptsächlich auf die USA, aber in Januar dieses Jahres hat MySpace ein erstes europäisches Büro in London geöffnet. MySpace will Großbritannien nun als Sprungbrett benutzen, um den europäischen Markt zu erobern. Gestern, Dienstag, präsentierte das Unternehmen mit David Fischer einen neuen Managing Direktor für Großbritannien und Europa. Fischer wird ab jetzt die Verantwortung für alle Aktivitäten in dieser Region tragen.

Expansionsplan

Chris DeWolfe, Mitgründer und Firmenchef von MySpace, teilte in der heutigen Ausgabe der britischen Wirtschaftszeitung "Financial Times" mit, dass insgesamt elf Länder auf dem Expansionsplan des Unternehmens stehen, unter ihnen auch Frankreich und Deutschland. Langfristig werden zudem China und Indien folgen, so DeWolfe gegenüber der Zeitung. Als erstes europäisches Land verfügt Großbritannien seit dem 24. April bereits über eine eigene, maßgeschneiderte Version der Website. Die ersten fremdsprachigen Versionen werden am Ende dieses Sommers erwartet.

Partnerschaften

Um lokale Versionen der Website zu entwickeln und so mehr Benutzer anzuziehen, möchte MySpace Partnerschaften mit traditionellen Medienunternehmen und Mobilfunkbetreibern eingehen. Handy-Nutzern soll die Möglichkeit geboten werden, von unterwegs ihren MySpace-Account abzufragen. Zusätzlich will das Social Network über diesen Kanal Musik und andere Inhalte vermarkten. Bereits im Februar gab MySpace eine Kooperation mit Helio bekannt, einem Mobilfunknetzbetreiber, der entsprechende Inhalte in den USA vertreibt. In Europa soll ein Mobilfunk-Service noch in diesem Jahr bereitstehen, denn "im Bereich der mobilen Technologie bleiben die USA so sehr hinter ihrer Zeit zurück, dass die Priorität in Europa und Asien viel höher liegt", so DeWolfe.(pte)

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