US-Sicherheitsberater: Mord an Soldaten verweist auf "brutalen Feind"

25. Juni 2006, 12:47
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Hadley nennt Japans Truppenabzug "positiv"

Washington - Die brutale Ermordung zweier US-Soldaten im Irak verweist nach den Worten von US-Sicherheitsberater Stephen Hadley auf einen "brutalen Feind", der "keine Regeln" beachte. Dieser Feind "respektiert wirklich keine Kriegsregeln, das ist ein sehr brutaler Feind, und das erinnert uns daran, mit wem wir es zu tun haben", sagte Hadley am Dienstag in der Präsidentenmaschine Air Force One auf dem Weg nach Wien, wo US-Präsident George W. Bush am Mittwoch am EU-USA-Gipfel teilnehmen wollte. Die Leichen der beiden Soldaten seien zur Identifizierung in die Vereinigten Staaten gebracht worden, sagte Hadley.

Die Leichen der seit Freitag vermissten Soldaten Kristian Menchaca und Thomas L. Tucker waren zuvor in der Gegend von Jusifijah südlich von Bagdad mit Folterspuren gefunden worden. Zu der Verschleppung und Ermordung bekannte sich der Schura-Rat der Mudschahedin, eine von El Kaida geführte Koalition mehrerer sunnitischer Rebellengruppen.

Den von Japan angekündigten Truppenabzug aus dem Irak bezeichnete Hadley als "positiven Schritt" und als Zeichen des "Fortschritts". "Die Japaner tun jetzt das, was wir eines Tages alle machen werden", sagte er. Mit zunehmender Bereitschaft der Iraker, für Sicherheit zu sorgen, könnten sich die ausländischen Truppen zurückziehen.

"Das ist eine fortschrittliche Maßnahme und ein Beispiel dafür, was es heißt, zu gehen, wenn die Iraker bereit sind", fügte der Sicherheitsberater hinzu. "Wir denken, dass es ein positiver Schritt ist." Tokio hatte zuvor erklärt, es werde seine 600 im Irak stationierten Soldaten bis Ende Juli abziehen. (APA)

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