Sammelsurium der Geschmäcker

23. Juni 2006, 20:53
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Des Wirten Freud, des Musikfreunds Leid: Von der Country-Schunkelbühne bis zum Dub-Reggae

Am Wochenende ist es wieder so weit: Das größte Openair-Festival Europas, das Donauinselfest, wird von Freitag bis einschließlich Montag gut drei Millionen Besucher anlocken. Unter anderem mit Musik.

Und zwar für so ziemlich jede Geschmacksrichtung, also von der Country-Schunkelbühne samt Johnny-Cash-Revival-Band bis zum auch schon länger nicht mehr progressiven Programm der FM4-Bühne. Dort gibt man es heuer besonders unaufgeregt - um nicht billig zu sagen - und setzt auf Dauergäste heimischer Bühnen wie Fettes Brot, Heinz, Stereo Total, Julia oder Tocotronic. Da braucht es schon sehr viel Freundschaft.

Wenige Lichtblicke

Andererseits: Des Musikfreunds Leid, des Wirten Freud. Zwei Auftritte könnten spannend werden: Einmal der von Mediengruppe Telekommander mit ihrem zackigen Elektro-Punk und Oneself, ein Projekt des Ausnahmeproduzenten DJ Vadim, dessen Veröffentlichungen am renommierten Ninja-Tune-Label kaum je einen Hänger hatten.

Trotzdem: Die Ö3-Insel gibt sich da mit dem Auftritt der Bloodhound Gang vergleichsweise mutig. Empfohlen sei hier das Konzert von Mono and Nikitaman auf der Menschenrechtsbühne, die dort mit ihrem sehr suprigen Dub-Reggae auftreten werden. Lustig eventuell auch Supermax auf der Planet Rock-Insel. Ach ja, Christl Stürmer darf natürlich auch nicht fehlen.

Sie ist auf der Ö3-Bühne anzuschauen. (flu, DER STANDARD Printausgabe, 21.06.2006)

  • Ein Lichtblick: Mediengruppe Telekommander gastieren auf der FM4-Bühne
    foto: emi

    Ein Lichtblick: Mediengruppe Telekommander gastieren auf der FM4-Bühne

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