Jean Nouvel, Meister des Spektakulären

7. Juli 2006, 12:33
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Berühmter Architekt des Musée du quai Branly hat auch in Wien gebaut: Eine Wohnanlage sowie ein Gasometer-Ausbau gehen auf sein Konto

Jean Nouvel (60) ist der derzeit international bekannteste Architekt Frankreichs. Schlagartig berühmt wurde der stets in Schwarz Gehüllte mit dem Gebäude des Institut du Monde Arabe in Paris (1987), an dem er alle Facetten seines Könnens brillant zur Schau stellte: Das relativ kleine Institut verfügt neben städtebaulich perfekter Positionierung und gut gelöster innerer Logik über eine spektakuläre Fassade, deren Einzelelemente wie Linsen auf das Sonnenlicht reagieren.

Nouvel zeichnet für diverse bekannte Gebäude verantwortlich: Seit vergangenem Jahr markiert sein zeppelinartiger Torre Agbar die Skyline Barcelonas, sein Kultur- und Kongresszentrum in Luzern (1999) schrieb nicht nur aufgrund der Architektur, sondern auch wegen der demokratisch-administrierten Entstehungsweise Konzerthausgeschichte, mit Musikhallen der feineren Art hatte der Franzose bereits mit dem Neubau der Oper in Lyon (1993) Erfahrung gesammelt.

Auch in Wien hat Nouvel Projekte realisiert: Eine Wohnanlage (die nicht zu seinen Spitzenarbeiten zählt) sowie ein Gasometer-Ausbau gehen auf sein Konto. Derzeit arbeitet er an einem Hotel- Büro-Projekt für die Uniqa am Wiener Donaukanal. (DER STANDARD, Printausgabe, 21.6.2006)

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