Das Institut für Internationale Politik übersiedelte nach Wien

9. Juni 2000, 12:04

Vranitzky: Die Unabhängigkeit der Wissenschaft müsse gewahrt bleiben

Wien - "Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Land wie Österreich ein Institut für internationale Politik braucht und daher fördern soll". Mit diesen Worten eröffnete Altbundeskanzler Franz Vranitzky am Donnerstagabend das vom niederösterreichischen Laxenburg in die Wiener Operngasse umgesiedelte Österreichische Institut für Internationale Politik (OIIP). Das Institut habe einen entscheidenden Beitrag zur Internationalisierung Österreichs geleistet, sagte Vranitzky, der auch als Präsident dem Institut vorsteht.

Er, Vranitzky, hoffe dass im Hinblick auf die bescheidenen Budgetmittel des Instituts die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft forciert werde. Trotz der engeren Kooperation mit Unternehmen müsse jedoch die Unabhängigkeit der Wissenschaft gewahrt bleiben, erklärte Vranitzky. Das Institut ist ein gemeinnütziger Verein. Die Finanzierung erfolgt vorwiegend über Subventionen des Wissenschaftsministeriums.

Das Institut für Internationale Politik ist eine außeruniversitäre, wissenschaftliche Einrichtung, die 1978 auf Initiative des damaligen Bundeskanzlers Bruno Kreisky gegründet wurde. Der Sozialdemokrat hatte ein derartiges Institut während seines Exils in Schweden in der Zeit des Nationalsozialismus kennen gelernt. Kreisky war überzeugt, dass ein kleines Land wie Österreich angewandte Forschung und Analyse im außenpolitischen Bereich betreiben sollte. Der Verein versteht sich als Plattform für WissenschafterInnen und PolitikerInnen auf nationaler und internationaler Ebene. Die Arbeitsbereiche des Instituts umfassen die österreichische Außenpolitik, die Internationale Politik sowie die Vergleichende Politikforschung. (APA)

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