2008 ist der EM-Titel das Ziel

20. Juni 2006, 18:37
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Schweizer Streller nach dem Sieg gegen Togo im Interview: "Österreich kann sich einiges abschauen"

Dortmund - Einer der entscheidenden Unterschiede zwischen dem WM-Teilnehmer Schweiz und dem WM-Zuschauer Österreich ist die Anzahl der Legionäre. Während im ÖFB-Kader für das Kroatien-Match nur fünf Legionäre standen, sind beim Tabellenführer der WM-Gruppe G nicht weniger als 17 Mann im Ausland tätig. U.a. bei Klubs wie Arsenal, AC Milan, Hamburger SV, Olympique Lyon oder Lazio Rom.

Einer dieser Legionäre ist Stürmer Marco Streller, der im Sommer vom 1. FC Köln zum VfB Stuttgart zurückkehren wird. Im Interview mit sprach der seit Sonntag 25-Jährige u.a. über die Bausteine des Schweizer Erfolges.

Ist der Aufstieg ins WM-Achtelfinale nach dem 2:0 gegen Togo nur noch Formsache?

Streller: Wir sind dem Achtelfinale einen Schritt näher gekommen, müssen aber vorsichtig sein. Primär wollen wir gegen Südkorea den nötigen Punkt holen. Aber wir peilen auch den Gruppensieg an, denn wir wollen Spanien wenn möglich aus dem Weg gehen.

Zwei Jahre vor der gemeinsamen EM blickt Österreich ein wenig neidisch auf euer Team, was macht euch so stark?

Streller: Wir ernten jetzt die Früchte des vor zehn Jahren vom Verband erstellten Konzepts. Das Ziel war eigentlich die EM, bei der wir um den Titel mitspielen wollen. Wir sind auf einem guten Weg dorthin. Dass es jetzt auch bei der WM gut läuft, ist natürlich ein sehr angenehmer Nebeneffekt. Da kann sich Österreich schon einiges bei uns abschauen. Dafür schauen wir uns beim Skifahren etwas von den Österreichern ab.

Wie wichtig ist die Tatsache, dass euer Kader größtenteils aus Legionären besteht?

Streller: Auch in der Schweiz wird gut gearbeitet. Aber es ist wichtig, dass man international gefordert wird. Bei den meisten Klubs im Ausland ist alles viel größer. Der Sprung ins Ausland hat auch mich entscheidend weiter gebracht. Durch Verletzungen bin ich zwar noch nicht ganz dort wo ich sein möchte, aber bis zur EM werde ich es sein.

Wird auch Österreich für die EM 2008 noch rechtzeitig die Kurve kriegen?

Streller: Österreich hat noch zwei Jahre Zeit. Ich hoffe und glaube, dass sie bis dahin eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine stellen.

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    "Wir ernten jetzt die Früchte des vor zehn Jahren vom Verband erstellten Konzepts"

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