Deutsche Post darf Porto erhöhen

30. Juni 2006, 10:27
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Erstmals seit vier Jahren könnten Briefsendungen teurer werden

Bonn - Die Entwicklung der Teuerungsrate erlaubt der Deutschen Post 2007 erstmals seit vier Jahren wieder eine Anhebung des Portos für Briefe und Postkarten. Allerdings sei noch "in keinster Weise" entschieden, ob das Unternehmen von dem Erhöhungsspielraum von 0,2 Prozent Gebrauch machen werde, sagte Sprecher Dirk Klasen am Dienstag in Bonn. Die Anträge bei der Bundesnetzagentur würden voraussichtlich erst im Herbst gestellt.

Ende des Briefmonopols

Die Preisregulierung im Bereich des Ende 2007 endgültig auslaufenden Briefmonopols folgt genauen gesetzlichen Vorgaben, wie eine Sprecherin der Regulierungsbehörde erläuterte. Sie bestätigte damit einen Bericht der "FAZ". Im so genannten Price-Cap-Verfahren wurde dem ehemaligen Staatsunternehmen bis 2007 ein jährlicher Produktivitätsfortschritt von 1,8 Prozent vorgegeben. Bleibt die Teuerungsrate unter diesem Wert, muss die Post AG die Porti senken; übersteigt die Teuerung die Produktivitätsvorgabe, kann die Post AG ihre Preise im Monopolsektor anheben.

Mit Feststellung der Teuerungsrate für 2005 ergibt sich für die Post ein Spielraum von 0,2 Prozent, um den das Porto für Briefe und Postkarten insgesamt im kommenden Jahr steigen könnte. Die Post kann allerdings bei der Bundesnetzagentur zugleich Preissenkungen und Preissteigerungen für einzelne Produkte beantragen, solange der auch von den Mengenanteilen abhängige Durchschnittswert der gesetzlichen Vorgabe entspricht. (APA/AP)

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