Wertpapiere werden immer beliebter

4. Juli 2006, 16:05
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Private Haushalte in Österreich bildeten 2005 insgesamt 18,3 Milliarden Euro Vermögen, allein sieben Milliarden flossen in Wertpapiere

Wien - Die Österreicher investieren immer mehr in Wohnbauanleihen, Neuemissionen inländischer Aktien sowie in inländischen Investmentzertifikate. Die Geldvermögensbildung der privaten Haushalte stieg im abgelaufenen Jahr 2005 auf 18,3 Milliarden Euro. Sie lag damit um 1,3 Milliarden Euro (+7,7 Prozent) höher als im Jahr 2004 und damit um rund fünf Milliarden Euro über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Das geht aus einer Aussendung der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) vom Dienstag hervor.

2005 flossen alleine rund sieben Milliarden in Wertpapiere. Damit wuchs nicht nur die Gesamthöhe der finanziellen Investitionen dynamisch, sondern es wurde auch innerhalb des Portfolios der privaten Haushalte Wertpapiere zu Lasten von Bankeinlagen aufgebaut.

In den vergangenen zehn Jahren flossen 133,2 Milliarden Euro in Bankeinlagen, Wertpapiere, Beteiligungen sowie in Lebensversicherungen und Pensionskassenansprüche einschließlich der Beiträge für die Zukunftsvorsorge. Das entspricht rund 90 Prozent des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte im Jahr 2005. Zum Jahresultimo 2005 hatte der Haushaltssektor ein Finanzvermögen von 356,3 Milliarden Euro.

Deutlicher Anstieg bei Wertpapieren

Zwischen 1996 und 2005 kauften Privatinvestoren um knapp 40 Milliarden Euro Wertpapiere, während sie auf Bankeinlagen 47 Milliarden sparten. Bei der Wahl für einzelne Finanzprodukte orientierten sich private Haushalte immer wieder an den vorherrschenden Entwicklungen auf den Kapitalmärkten. So stieg der Anteil der Wertpapierinvestitionen in den Jahren 1996 bis 2000 von zehn auf 50 Prozent.

Während die Einzahlungen auf Sparkonten und die Wertpapierkäufe in den vergangenen zehn Jahren eher volatil waren, bildeten hingegen Lebensversicherungen und die Erhöhungen der Pensionskassenansprüche zwischen 1996 und 2005 mit einem Anteil von 25 Prozent einen relativ konstanten Beitrag an der Vermögensbildung privater Haushalte.

Die in den vergangenen zehn Jahren getätigten Finanzinvestitionen beeinflussten auch die aktuelle Zusammensetzung des Geldvermögens zum Jahresultimo 2005. Die Ansprüche gegenüber Investmentfonds, Versicherungen und Pensionskassen erreichten einen Anteil von 31 (1995: 20) Prozent am Geldvermögen. Parallel dazu ging die Bedeutung der Banken seit 1995 mit einer Reduktion des Anteils um 14 Prozentpunkte auf 54 Prozent zurück. (APA)

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