Autofahrer von Teuerung überdurchschnittlich stark betroffen

18. Juli 2006, 11:20
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Kosten im Mai um 3,3 Prozent gestiegen - ARBÖ fordert Erhöhung von Kilometergeld und Pendlerpauschale

Wien - Die Autokosten sind im Mai dieses Jahres um 3,3 Prozent gestiegen, während die allgemeine Teuerung nur 1,7 Prozent ausmachte. Das ergab eine Berechnung des ARBÖ auf Basis der Zahlen der Statistik Austria. "Autofahrer waren in Mai von der Teuerung doppelt so stark betroffen wie die allgemeine Bevölkerung", fasste ARBÖ-Sprecherin Lydia Ninz in einer Aussendung zusammen und unterstrich die Forderung des Autofahrer-Clubs nach einem Ausgleich für Pendler und berufsbedingte Fahrten in Form eines höheren Kilometergeldes und höherer Pendlerpauschalen.

Kosten auf der Überholspur

"Der Mai ist kein Einzelfall, schließlich sind die Autokosten in Österreich seit zwei Jahren permanent auf der Überholspur", erklärte Ninz. Das Tempo der Autokostenteuerung lag dabei im Schnitt um ein Drittel über der allgemeinen Teuerung. Gegenüber Mai 2005 haben im Mai 2006 nicht nur die Treibstoffkosten neuerlich überdurchschnittlich stark zugenommen (Superbenzin +13 Prozent, Diesel +12,7 Prozent), sondern auch die Kosten für das Reifenservice (+6,9 Prozent), für die Spengler-Stunde (+4,6 Prozent) und für die Mechaniker-Stunde (+4,2 Prozent).

Auch für das Öl-Service (4,3 Prozent), die Kfz-Elektrikerstunde (+4 Prozent) und für das Parkpickerl (+3,4 Prozent) mussten die Konsumenten tiefer in die Taschen greifen, während die Preise für Parkgaragen im Schnitt um 2,3 Prozent zurückgingen. Am Versicherungssektor wurde es auch günstiger: Die Prämien für Teilkaskoversicherungen haben sich im Mai um 14,5 Prozent und bei der Haftpflichtversicherung um 4,1 Prozent verbilligt. (APA)

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