Preisgelder in Wimbledon geschlechterungerecht

20. Juni 2006, 11:26
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Britische Sportministerin Tessa Jowell verurteilt, dass Siegerin beim Turnier weniger erhält als männliches Pendant

London - Die britische Sportministerin Tessa Jowell hat das Ungleichgewicht bei Preisgeldern für die Tennis-Profis beim Rasenturnier in Wimbledon verurteilt. "Es ist nicht normal, dass Frauen weniger erhalten als Männer. Diese Tatsache trübt das Image der Meisterschaften", teilte sie dem Vorsitzenden des All England Tennis Clubs, Tim Phillips, in einem Brief mit und plädiert vehement für Gleichberechtigung. "Ich bin sehr beunruhigt über dieses anhaltende Missverhältnis", sagte Ministerin Jowell.

Gleich hoch in Melbourne und New York

Bei dem am kommenden Montag beginnenden Major-Turnier wird für die Herren ein Preisgeld in Höhe von 9,6 Millionen Dollar (7,6 Millionen Euro) und für die Damen "nur" 8,1 Millionen Dollar (6,4 Millionen Euro) ausgeschüttet. Bei den Grand-Slam-Turnieren in Melbourne und New York sind die Preisgelder für beide Geschlechter bereits gleich hoch. Die Wimbledon-Offiziellen wollen jedoch bei ihrer Honorar-Struktur bleiben, weil Männer drei Gewinnsätze spielen müssen (also best-of-five) und Frauen zwei (best-of-three). (APA/dpa)

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    Plädiert vehement für Gleichberechtigung: Tessa Jowell.
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