Einsatz für Bundeswehr-Soldatinnen im Kongo geplant

20. Juni 2006, 12:01
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"Bild": Frauen bei den FallschirmjägerInnen und im Sanitätsdienst seien "selbstverständlich bestens vorbereitet und bewaffnet"

Hamburg - Am Kongo-Einsatz der deutschen Bundeswehr werden nach einem Zeitungsbericht auch Frauen teilnehmen. Soldatinnen seien bei den FallschirmjägerInnen und im Sanitätsdienst im Einsatz, kündigte der deutsche Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) knapp drei Wochen vor Entsendung des Hauptkontingents in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung (Dienstag-Ausgabe) an. Auch die Soldatinnen seien "selbstverständlich bestens vorbereitet und bewaffnet", betonte der Minister.

Alle an der Mission beteiligten Kräfte seien durch eine spezielle Ausbildung auch auf die "theoretische Eventualität" eines Zusammentreffens mit Kindersoldaten vorbereitet, sagte der Minister. Jung betonte aber erneut, dass es im Bundeswehr-Einsatzgebiet in Kinshasa keine Kindersoldaten gebe.

Ungenaues Risiko

Der Verteidigungsminister wollte nicht ausschließen, dass ein Verlierer bei den Wahlen in dem afrikanischen Staat Unruhen provozieren könnte. Wie jeder Auslandseinsatz sei auch dieser mit Gefahren verbunden. "Die einzelnen Risiken dieses Einsatzes kann man aber heute noch nicht genau abschätzen", sagte Jung.

Der Minister versicherte, dass der medizinische Standard für die 780 deutschen SoldatInnen "so gut sei wie in der Heimat". Das Problem der kürzlich 1.750 Kilometer vom Einsatzort Kinshasa entfernt ausgebrochenen Pest sei "nicht gefährlich". (APA/AFP)

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    Wie auch die Soldaten seien ihre weiblichen Kolleginnen "selbstverständlich bestens vorbereitet und bewaffnet", ließ der zuständige Minister wissen.
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