Stanley-Cup erstmals an Carolina

5. Oktober 2006, 09:21
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3:1-Heimsieg im ent­scheidenden siebten Finalspiel - Hurricane-Goalie Ward mit 22 "Saves" und MVP der Playoffs

Raleigh/North Carolina - Die Carolina Hurricanes und 19.000 Fans im RBC Center von Raleigh (US-Bundesstaat North Carolina) haben nach dem historischen 3:1-Erfolg über die Edmonton Oilers im entscheidenden Stanley-Cup-Finalspiel 7 in den siebenten Eishockey-Himmel abgehoben. Neben den Torschützen Aaron Ward (2.), Frantisek Kaberle (25./PP) und Justin Williams (59./empty net) war es vor allem Rookie-Goalie Cam Ward, der die Hurricanes mit 22 "saves" zu ihrem ersten Stanley-Cup-Titel führte und außerdem als wertvollster Spieler ("MVP") der Playoffs ausgezeichnet wurde.

Letzte Chance genutzt

Carolina hat damit die letzte von drei Chancen zum Finalerfolg genutzt, lagen die Hurricanes in der "best of seven"-Serie doch bereits mit 3:1 in Front. Nach zwei Siegen in den Spielen 5 und 6 hatten die Oilers am Montagabend (Ortszeit) die historische Chance, als erst zweites Team nach den Toronto Maple Leafs 1942 einen 1:3-Rückstand im Stanley-Cup-Finale in einen Triumph zu verwandeln.

Doch nach der knappen Niederlage der Oilers - vor dem 1:3 in der Schlussphase hatte Edmonton Goalie Jussi Markkanen bereits aus dem Tor genommen - muss Kanada, das Mutterland des Eishockey-Sports, weiter auf den ersten Stanley Cup seit dem Erfolg der Montreal Canadiens im Jahr 1993 warten.

Ein Rookie der Held

Den "Caniacs", wie die Fans der Hurricanes genannt werden, war dies herzlich egal. Sie lagen dem "Helden des Abends", Cam Ward, zu Füßen. Der 22-Jährige, in seiner Kindheit glühender Oilers-Fan, hatte sein Team als erster Rookie-Torhüter seit Patrick Roy 1986 ins Endspiel um die begehrteste Eishockey-Trophäe der Welt geführt. In Spiel sieben ließ er sich nur einmal bezwingen, Oilers-Goalgetter Fernando Pisani (42.) verkürzte im Schlussdrittel mit seinem 14. Playoff-Tor zwischenzeitlich zum 1:2.

"Um die Wahrheit zu sagen, ist mir die MVP-Auszeichnung völlig egal", erklärte Ward und fügte hinzu: "Die Stanley-Cup-Trophäe ist das einzige, das zählt. Ein Kindheitstraum ist in Erfüllung gegangen. Die jahrelange Arbeit in den Junior- und Minor-Leagues hat sich mit einem Schlag ausgezahlt." Hurricanes-Kapitän Rod Brind'Amour überhäufte seinen Keeper mit Komplimenten: "Er hat unglaublich gespielt. Man hatte nie das Gefühl, dass irgendetwas passieren könnte." (APA/Reuters)

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    Hurricanes Goalie Ward mit der MVP-Trophy.

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    Carolina ist Stanley-Cup-Sieger.

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