Buxbaum: Eine Million Euro Polizeikosten

21. Juni 2006, 16:10
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Getroffene Maßnahmen "nicht übertrieben" - "Innenstadt meiden"

Wien - Die Kosten des Polizeieinsatzes für die Sicherheit von US-Präsident George W. Bush während seines Wien-Aufenthalts liegen in der Größenordnung von einer Million Euro. Die Summe sei im Budget des Innenministeriums gesichert, genaue Zahlen könnten aber erst nach dem Ende des Besuchs genannt werden, sagte der Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, Erik Buxbaum, in einem Interview mit ZiB 2 Montag Abend.

Buxbaum rechtfertigte die getroffenen Maßnahmen, sie seien nicht übertrieben. Österreich sei verpflichtet, den Staatsgast, einen der am meisten gefährdeten Persönlichkeiten der Welt, zu schützen. Der Besuch sei aber kurz, was von Vorteil sei. Die Zusammenarbeit mit den amerikanischen Sicherheitsleuten funktioniere "ausgezeichnet", es habe von amerikanischer Seite keine Vorgaben gegeben, man habe Entscheidungen einvernehmlich getroffen.

"Keine konkrete Gefährdung"

"Die Sicherheit gewährleisten wir", hob Buxbaum die Rolle der österreichischen Sicherheitskräfte hervor. Laut Bedrohungsanalyse gebe es für Bush eine "abstrakte aber keine konkrete Gefährdung". Das Zuschweißen von Kanaldeckeln wie etwa in Deutschland sei von amerikanischer Seite nicht gewünscht worden. Angesichts der angekündigten Protestkundgebungen sagte Buxbaum, gegen Gewalttäter werde unnachsichtig vorgegangen.

Er würde dazu raten, die Innenstadt während des Bush-Besuchs nur dann zu besuchen, wenn dies unvermeidlich sei, fügte Buxbaum hinzu. (APA)

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