Nordirland: 10 Festnahmen bei Anti-Terror-Einsatz

30. Juni 2006, 13:23
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Polizei: "Verdacht umfangreicher Verschwörung" - Auch Verbindung zum Anschlag in Omagh 1998

Belfast - In Nordirland hat die Polizei zehn mutmaßliche pro-irische Extremisten festgenommen. Sie stünden im Verdacht, eine "umfangreiche terroristische Verschwörung" abgesprochen zu haben, teilte die Polizei am Montag mit, ohne Einzelheiten zu nennen. Einer der Festgenommenen sei auch wegen Verbindungen zu dem Bombenanschlag von Omagh inhaftiert worden.

Der Anschlag einer Splitter-Gruppe der IRA im Jahr 1998 mit 29 Toten gehörte zu den schwersten in Nordirland. Die paramilitärische Irisch-Republikanische Armee (IRA) betrachtet Nordirland als Teil der Irischen Republik und ist gegen die britische Herrschaft über die Provinz.

"Zehn Personen wurden in Verbindung mit einem ernsthaften terroristischem Verbrechen festgenommen", teilte die Polizei weiter mit. Rund 200 Polizisten hätten mit Unterstützung des Militärs zu Wochenbeginn acht Gebäude in den Grafschaften Armagh und Fermanagh durchsucht. Die Festnahmen seien durch Ermittlungen von Geheimdiensten und der Polizei in mehreren Ländern Europas vorbereitet worden. Der Einsatz habe sich gegen Aktivitäten von Extremisten gerichtet, die Großbritannien und auch andere Länder Europas betrafen. (APA/Reuters)

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