Grünes Licht für Autostrade und Abertis

12. Juli 2006, 20:28
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Italienische Regierung steht der Fusion zum größten Autobahnbetreiber nun nicht mehr im Wege

Mailand/Wien - Die italienische Regierung steht der geplanten Großfusion zwischen dem italienischen Autobahnbetreiber Autostrade und seinem spanischen Pendant Abertis nun nicht mehr im Wege. Geht der seit Monaten diskutierte Deal über die Bühne, entsteht die weltweite Nummer eins der Branche.

Prodi fordert Investitionsgarantien

Allerdings werden von politischer Seite weiterhin Garantien für künftige Investitionen in das Autobahnnetz Italiens gefordert. Bisher wurde in der Regierung Prodi befürchtet, dass es sich bei der Fusion beider Konzerne in Wirklichkeit eher um eine Übernahme durch die Spanier handle. Entstehen soll ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 25 Mrd. Euro und einem geschätzten Unternehmenswert von 45 Mrd. Euro.

Autostrade war bis 2005 Partner der österreichischen Asfinag bei der Einführung des Lkw-Mautsystems. Das mittlerweile beendete Österreich-Engagement brachte Autostrade einen Reingewinn von über 150 Millionen Euro.

Interesse zeigte der Konzern zuletzt am Ausbau des Autobahnnetzes in Polen und würde sich auch an der etwaigen Privatisierung in Deutschland beteiligen. Die Zeit mit Abertis drängt: Die Hauptversammlung von Autostrade muss dem Deal aus rechtlichen Gründen bis 30. Juni zustimmen. (miba, DER STANDARD Printausgabe, 20.06.2006)

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