IWC: Walfang-Befürworter erringen knappe Mehrheit

20. Juni 2006, 14:22
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Die Abstimmungsliste der Walfangkommission auf St. Kitts: 33 zu 32 Stimmen für "Kontrolle der Bestände durch Fang"

Mexiko-Stadt - Erstmals seit über zwei Jahrzehnten haben die Länder, die für den kommerziellen Walfang eintreten, in der Internationalen Walfangkommission (IWC) die Mehrheit errungen. 33 Staaten stimmten bei der 58. Jahrestagung der Kommission in dem Karibikstaat St. Kitts für eine Deklaration, in der sich die IWC dafür ausspricht, die Walbestände der Welt durch Fang zu kontrollieren und sich nicht mehr auf den Schutz der Meeressäuger zu konzentrieren. 32 Staaten stimmten dagegen. Für die Abschaffung des Walfangmoratoriums ist jedoch eine Dreiviertel-Mehrheit nötig.

Für die Deklaration waren (33): Antigua und Barbuda, Benin, Kambodscha, Kamerun, Elfenbeinküste, Dänemark, Dominika, Gabun, Gambia, Grenada, Guinea, Island, Japan, Korea, Kiribati, Mali, Marshall Inseln, Mauretanien, Mongolei, Marokko, Nauru, Nicaragua, Norwegen, Palau, Russland, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Senegal, Salomonen Islands, Surinam, Togo, Tuvalu

Dagegen stimmten 32: Österreich, Argentinien, Australien, Belgien, Belize, Brasilien, Chile, Tschechische Republik, Finnland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Indien, Irland, Israel, Italien, Luxemburg, Mexico, Monaco, Niederland, Neuseeland, Oman, Panama, Portugal, San Marino, Slowakei, Südafrika, Spanien, Schweden, Schweiz, Großbritannien, USA.

Enthaltungen 1: China

Abwesend 1: Guatemala

(APA/dpa)

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