"Syriana" ist kein Plagiat

27. Juni 2006, 12:05
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Französisches Gericht entlastet George Clooneys von Vorwürfen - Klägerin, 37-jährige Ölexpertin Vergniault, bekommt kein Geld für ihr Skript

Paris - George Clooneys Nahost-Thriller "Syriana" ist kein Plagiat. Ein Gericht in Paris wies am Montag Vorwürfe einer französischen Autorin zurück, Clooneys Produktionsfirma Section Eight sowie das Hollywood-Studio Warner Bros. hätten für den Film unrechtmäßig ein von ihr geschriebenes Skript verwendet.

Die 37-jährige Ölexpertin Stéphanie Vergniault wollte in dem Verfahren 35 Prozent der Einnahmen des Films und zunächst eine Sicherheitszahlung von zwei Millionen Dollar (1,6 Millionen Euro) einklagen. Clooney hatte für die Figur des CIA-Agenten Bob Barnes in dem Streifen um Macht und Öl dieses Jahr den Oscar als bester Nebendarsteller erhalten.

Angeblich identische Szenen sind nicht als Plagiate zu erkennen

Vergniault behauptet, ihr 2002 entstandes Skript "Oversight" sei Grundlage für "Syriana" gewesen. Ihrem Anwalt zufolge hatte sie ihre Arbeit 2004 an eine kanadische Gesellschaft gegeben, die Warner Bros. nahe steht. Laut Richter Louis-Marie Raingeard de la Blétière sind aber zwölf angeblich identische Szenen von Film und Skript nicht als Plagiate zu erkennen.

Vergniault muss den verklagten Filmemachern nun 3.500 Euro zahlen, um einen Teil von deren Gerichtskosten zu tragen. Des Plagiats beschuldigt wurde auch "Syriana"-Regisseur und Drehbuchautor Stephen Gaghan; an Clooneys Produktionsfirma ist auch Regisseur Steven Soderbergh ("Ocean's Eleven") beteiligt. (APA)

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