War's das für Zinedine Zidane?

25. Juni 2006, 16:45
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Karriere hängt gegen Togo am seidenen Faden, Einzug ins Achtelfinale wäre Geburtstagsgeschenk für den Gelb-Gesperrten

Leipzig - Die Karriere von Zinedine Zidane könnte in Leipzig ein vorzeitiges Ende genommen haben. Nach seiner Auswechslung in der 91. Minute gegen Südkorea (1:1) schleuderte der französische Kapitän frustriert sein Schweißband zu Boden. Wegen einer Gelb-Sperre ist er im abschließenden Gruppenmatch gegen Togo zum Zuschauen verurteilt und sollte die "Equipe tricolore" den Einzug ins Achtelfinale verpassen, wäre der Fußball seit Sonntag um einen seiner Stars ärmer.

"Nein!", wiegelte Zidane jegliche Spekulationen über sein Karriereende ab. "Nein, nein, nein. An diesen Gedanken habe ich noch keine Sekunde verschwendet." Ausgerechnet am Tag des finalen Gruppenmatchs gegen Togo feiert der Real-Regisseur seinen 34. Geburtstag. Mit einem Sieg mit mindestens zwei Toren Differenz würden ihm seine Kollegen wohl das schönste Geschenk bereiten.

Seine Hoffnungen zieht der Spielmacher aus der WM 1998, als er nach einer Roten Karte in der Vorrunde zwei Partien gesperrt gewesen war, die "Bleus" dann aber bis zum Titel geführt hatte. Sein Einfluss auf die Mannschaft ist nach wie vor groß, jener auf dem Spielfeld weniger. Nach einer titellosen Saison mit kleineren und größeren Blessuren ist Zidane nicht in jener Form, die ihm dreimal (1998, 2000, 2003) die Auszeichnung zum Weltfußballer des Jahres eingebracht hatte.

Vor vier Jahren, als die Franzosen sang- und klanglos als erster Titelträger der WM-Historie ohne Torerfolg nach der Gruppenphase ausgeschieden waren, hatte "Zizou" das erste Spiel wegen einer Oberschenkelverletzung verpasst und war in den beiden Partien danach auch nur ein Schatten seiner selbst.

Nach der Weltmeisterschaft in Deutschland ist endgültig Schluss, das hatte der Franzose vor der Endrunde bereits angekündigt. Doch Zidane wollte sich mit einem Titel verabschieden und nicht mit einem 1:1 in der Vorrunde gegen Südkorea. "Wir müssen bis zum Ende leiden. Ich hoffe, dass wir weiterkommen, davon bin ich sogar überzeugt."(APA/dpa/AFP)

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    Das wird Herr Archundia mal seinen Enkerln erzählen.

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