23. Juni 2006, 10:25
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Der Herausgeber der venezolanischen Wochenzeitung "Ahora", Jose Joaquin Tovar, ist Sonntag in Caracas mit elf Schüssen getötet worden. Dies teilte die Medienorganisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG) am Montag in einer Aussendung mit. "Die Presse zahlt einen hohen Preis für das allgemeine Klima der Unsicherheit, in dem seit Jahresbeginn bereits zwei Journalisten getötet wurden", kritisiert ROG. Die Behörden sollen alle Aspekte dieses Mordes klären, forderte die Organisation.

Der 53-jährige war laut Aussendung Präsident der Nationalen Republikanischen Universitätsstiftung (Fundación Universidad Nacional Republicana) und Mitglied einer Organisation, die Gemeinden bei der Wohnraumbeschaffung unterstützt. Einem Verwandten zufolge könnte der Mord mit Tovars journalistischer Tätigkeit zusammenhängen, da Tovar in "Ahora" eine Kolumne schrieb, in der er "sowohl die Regierung als auch die Opposition kritisierte". (APA)

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