Admiral Sportwetten zieht sich von Börse zurück - 16 Euro Barabfindung

4. Juli 2006, 16:05
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Die im Auktionssegment der Wiener Börse notierten Aktien sind vom Handel ausgesetzt worden - Streubesitz lag bei fünf Prozent

Wien - Die im Auktionssegment der Wiener Börse notierten Aktien der Admiral Sportwetten AG sind im Montag vom Handel ausgesetzt worden, teilte die Wiener Börse in den Mittagsstunden mit.

Novomatic: Nicht ausreichend liquide

Die Novomatic AG als Hauptgesellschafterin habe sich in Hinblick auf den unter fünf Prozent liegenden Streubesitz entschlossen, ein Delisting der Admiral Sportwetten vorzubereiten. Auf Grund des geringen Streubesitzes erscheine eine ausreichende Liquidität an handelbaren Aktien an der Wiener Börse nicht gegeben, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Aktionäre erhalten eine Barabfindung von 16 Euro.

Der Unternehmenswert pro Aktie weiche von der Aktienkursentwicklung signifikant ab. Aufgrund der finanziellen Situation der Admiral Sportwetten AG geht Novomatic davon aus, dass der Unternehmenswert pro Aktie unter dem Emissionskurs der Aktie von 12,50 Euro liegt. Darüber hinaus sieht Novomatic keine signifikanten Expansionsmöglichkeiten, da grenzüberschreitende Geschäfte auf rechtliche Hindernisse stoßen und auf EU-Ebene eine Harmonisierung der Glücksspieldienstleistungen noch nicht absehbar sei.

Barabfindung über Tageskurs

Die Barabfindung von 16 Euro liegt über dem Börsenkurs vom Freitag, dem 16.6.2006 (15,15 Euro). Das Jahreshoch lag bei 20 Euro, das Jahrestief bei 13.45 Euro.

Als Vorbereitungsmaßnahme für das Delisting beabsichtigt Novomatic, einen Beschluss auf Ausschluss der Streubesitzaktionäre nach dem kürzlich in Kraft getretenen Gesellschafter-Ausschlussgesetz herbeizuführen. Beschlossen werden soll die Übertragung der Anteile der Streubesitzaktionäre auf den Hauptgesellschafter Novomatic in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 27. Juli.

(APA)

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