Straffere Geldpolitik auch in China

27. Juli 2006, 13:52
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Chinas Zentralbank will Kreditwachstum weiter begrenzen kündigte die Zentralbank nach ihren jüngsten Beratungen über die Geldpolitik an

Peking - China will angesichts des boomenden Wirtschaftswachstums den Anstieg der Geldmenge und der Kredite weiter begrenzen. Dies kündigte die Zentralbank am Montag nach ihren jüngsten vierteljährlichen Beratungen über die Geldpolitik an, nannte aber keine Details.

Am Freitag hatte die Notenbank die Märkte mit der Erklärung überrascht, die Mindestreserve für die Einlagen der Banken bei der Zentralbank ab 5. Juli um einen halben Prozentpunkt anzuheben. Damit verringert sich die Menge des umlaufenden Geldes, was potenziell die Nachfrage bremst. Mit dieser Straffung ihrer Geldpolitik reagiert die Zentralbank auf Befürchtungen, die rasant wachsende Wirtschaft könne überhitzen und die Inflation nach oben ziehen.

Am Montag wiederholte die Notenbank auch ihre Standardformulierung, die Geldpolitik und den Wechselkurs des Yuan grundsätzlich stabil halten zu wollen. Vor einem Jahr hatten die Währungshüter auch auf Druck des Westens den bis dahin fest an den Dollar gekoppelten Yuan-Kurs flexibilisiert. Er darf seither in engen Bahnen schwanken. Insbesondere den USA geht dies aber nicht weit genug. Nach ihrer Ansicht verschaffen sich die Chinesen mit dieser Währungspolitik einen unfairen Vorteil im internationalen Handel. (APA/Reuters)

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