Studie: An vielen Arbeitsplätzen wird UV-Belastung überschritten

8. Juni 2000, 22:14

Akute Schädigungen und Langzeitschäden sind möglich

Wien - Braun wird man nicht nur im Freien oder im Solarium. Auch verschiedene Lichtquellen im Haushalt und am Arbeitsplatz können ultraviolette Strahlung abgeben. Am Mittwoch wurde im Rahmen einer Enquete in Wien der "UV-Strahlerkatalog" der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) präsentiert. Demnach wird die erlaubte UV-Belatung an Arbeitsplätzen auch vielfach überschritten. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit den Austrian Research Centers Seibersdorf (ARCS) und der Veterinärmedizinischen Universität Wien (VUW) erstellt.

Wie sich bei der Untersuchung zeigte, werden bei einem Viertel der Arbeitsplätze die international empfohlenen Grenzwerte für die Belastung der Haut und der Augen überschritten, kritisiert die AUVA. Eine Überschreitung dieser Limits könne sowohl zu akuten Schädigungen wie Hornhautentzündung und Sonnenbrand, aber auch zu Langzeitschäden wie grauem Star und Hautkrebs führen. Vermieden werden könne die Überschreitung von Grenzwerten in praktisch allen Fällen durch Schutzbrillen oder die Abschirmung der UV-Strahlung, so die ExpertInnen.

Vorsicht

Auch wenn bezüglich normaler, im Haushalt eingesetzter Halogen-Birnen kein Grund zur Panik besteht, stellten die ExpertInnen bei einigen Produkten doch eine Strahlung fest, die zur Vorsicht gemahnt. Die Exposition vor allem der Augen sollte hier vier bis fünf Stunden pro Tag nicht überschreiten. Besondere Vorsicht ist bei sehr starken Halogen-Strahlern von über 1.000 Watt geboten, wie sie etwa als Flutlicht auf Baustellen eingesetzt werden. Diesen Lichtquellen sollte man besser nicht allzu nahe kommen.

Auch bei den Entladungslampen gibt es Produkte, die nicht unbedenklich sind. Keine Probleme orteten die ExpertInnen bei herkömmlichen Haushalts-Leuchtstoffröhren, dafür aber bei manchen Spezial-Pflanzenstrahlern oder sogenannten Schwarzlicht-Röhren in Diskotheken. Auch bei Lampen zur Wasser-Desinfektion und -Aufbereitung kann es zu erheblichen UV-Belastungen kommen. (APA)

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