China: Erste Hotline für Lesben

20. Juni 2006, 20:09
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Hongkonger Stiftung "Chi Heng" will Angebot erweitern

Shanghai - In der Volksrepublik China soll es nach Medienberichten bald den ersten Telefonnotdienst für lesbische Frauen geben, nachdem ein ähnliches Projekt für Männer mit großem Erfolg angelaufen ist. Wie die Tageszeitung "Shanghai Ribao" am Samstag berichtete, steckt hinter der Idee die in Hongkong ansässige Stiftung "Chi Heng", die auch Aids-Projekte leitet. Ihren Plänen nach werden bei der so genannten Lesben-Hotline - die wie der Dienst für schwule Männer in den Küstenstädten Shanghai und Guangzhou (Kanton) angesiedelt sein soll - nur homosexuelle Frauen arbeiten. Dadurch würden sich die Anruferinnen sicherer fühlen, hieß es. Allerdings habe die Organisation bisher Probleme, genug qualifiziertes Personal zu finden. Bei der Hotline für homosexuelle Männer arbeiten wiederum nur Schwule.

Liberale Hochburgen

Shanghai und Guangzhou gelten als besonders fortschrittlich, was soziale Veränderungen in der Volksrepublik angeht. Im Rest des Landes wird Homosexualität - in China bis 2001 noch als Geisteskrankheit eingestuft - hingegen nach wie vor angeprangert. (APA/Reuters)

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