Sperrzonen-Bewohner werden "anlassbezogen" durchsucht

20. Juni 2006, 21:45
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Keine Kontrolle der Wohnungen

Wien - Die hohen Sicherheitsvorkehrungen, die beim Besuch von US-Präsident George Bush am 20. und 21. Juni in Wien herrschen, wirken sich auch auf die Anrainer aus, die in den Sperrzonen rund um Hofburg, Hotel Intercontinental und Stephansplatz wohnen. Durch rund 20 Schleusen gelangen Bewohner in die abgesperrten Bereiche. Wenn ein Beamter dort den Eindruck hat, dass von einer Person Gefahr ausgehen könnte, ist es möglich, dass derjenige durchsucht wird, sagte Isabella Wintersteiger vom Referat für Personen- und Objektschutz zur APA.

Eine konkrete Durchsuchungsweisung gebe es nicht, so die Beamte. Bewohner könnten "anlassbezogen" ersucht werden, beispielsweise große Taschen zu öffnen und auffällige Kleidungsstücke, wie etwa lange Mäntel, zu "lüften". Durchsuchungsanordnungen seien nur bei Großveranstaltungen zum Beispiel in Fußballstadien erlaubt.

Wohnungen der Sperrzonen-Anrainer werden nicht kontrolliert. "Das würde zu weit gehen" und "in die Privatsphäre eingreifen", sagte Wintersteiger. Behausungen werden nur durchsucht, wenn man einen konkreten "Hinweis" habe. (APA)

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