Schafherde durch London

27. Juni 2006, 11:41
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Architekten Renzo Piano und Richard Rogers erinnerten an einstige Stadtbenutzer - Zehntausend amüsiert

London - Auf einen ungewöhnlichen Job haben sich die beiden Väter des Pariser Centre Pompidou, Renzo Piano und Richard Rogers, eingelassen. Zur Belustigung von rund zehntausend Zaungästen trieben die beiden Architekten am Samstag gemeinsam mit echten Schäfern und Schlachtern in historischen Kostümen eine Schafherde mitten durch die britische Hauptstadt, um an gar die nicht so fernen Zeiten zu erinnern, an denen Schafe, Kühe und Schweine zu Londons Stadtbild gehörten.

Brav zogen die 60 wolligen Vierbeiner an den spektakulären alten und neuen Bauten des Stadtzentrums vorbei bis zum ehemaligen Viehmarkt in Smithfield. Der Historiker Peter Ackroyd versicherte, die seltsame Herde wandle auf exakt den alten Pfaden, die vor rund hundert Jahren Tiere und Menschen nahmen, um in die Stadt hinein und wieder heraus zu kommen. Damals seien die Nutztiere "ebenso Teil Londons gewesen wie seine Einwohner". (APA)

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    Millennium Bridge in London am Samstag: Richard Rogers, Renzo Piano, 60 Herdwick-Schafe, Polizisten und zehn "Members of the Worshipful Company of Butchers"

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