Abflug per Hubschrauber vom Heldenplatz?

21. Juni 2006, 15:15
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"Krone": Bush besucht Nationalbibliothek - Diskussion mit Studenten - "Absolutes Trainings-Verbot" für Lipizzaner"

Wien - US-Präsident George W. Bush soll bei seinem Wien-Aufenthalt am Mittwoch "auf ausdrücklichen Wunsch seiner Frau Laura" die Österreichische Nationalbibliothek besichtigen und dort mit einer Gruppe ausgewählter Studenten diskutieren. Dies berichtet die "Neue Kronen Zeitung" unter Berufung auf diplomatische Kreise. Laura Bush ist nämlich ausgebildete Bibliothekarin. Das Ereignis gebe dem US-Präsidenten auch die Möglichkeit, sich beim Wien-Besuch "unters Volk zu mischen".

Da die Nationalbibliothek direkt neben den Redoutensälen in der Hofburg - dem Schauplatz des EU-USA-Gipfels am Mittwochvormittag - liege, gebe es auch keine Bedenken der Sicherheitsberater, ist in der Zeitung zu lesen.

Gepanzerte Limousine

Bush werde am Mittwoch in der Früh von seinem Wiener Domizil im Hotel Intercontinental am Stadtpark mit einer eigenes eingeflogenen gepanzerten Limousine zur Hofburg fahren. Von der Präsidentschaftskanzlei werde er sich dann zu Fuß über den Leopoldinischen Trakt in die Redoutensäle und von dort nach der Pressekonferenz in die Nationalbibliothek begeben.

Offen sei angeblich noch der Transfer zur Weiterreise nach Budapest. Der Secret Service soll nämlich überlegen, den US-Präsidenten direkt vom Heldenplatz per Hubschrauber nach Wien-Schwechat zu befördern. Diese Art der Fortbewegung wählte der US-Präsident auch bei seinem überraschenden Besuch in der irakischen Hauptstadt Bagdad vor einer Woche.

"Absolutes Trainings-Verbot"

Wegen der Sicherheitsvorkehrungen in der Wiener Innenstadt werde es auch für die Lipizzaner ein "absolutes Trainings-Verbot" geben, so die Zeitung. "Zum ersten Mal überhaupt" werde am Mittwoch die tägliche Morgenarbeit in der Spanischen Hofreitschule ausfallen, die direkt in der Überwachungszone liege. Die Mitarbeiter müssten einen Ausweis mit sich haben, um zu den Pferden zu gelangen. "Das ist, als würden wir hier in einem Atomkraftwerk arbeiten und nicht mit den Lipizzanern", zitierte die "Kronen Zeitung" einen Mitarbeiter. (APA)

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