Typen

21. Juni 2006, 17:31
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[] Diabetes Typ 1:

Das Immunsystem zerstört die Insulin produzierenden Zellen (Betazellen) der Bauchspeicheldrüse, weil es diese körpereigenen Zellen als "fremd" betrachtet. Die Erkrankung beginnt meist im Kindes- oder Jugendalter. Die Patienten haben irgendwann einmal kein körpereigenes Insulin mehr. Da das Hormon aber lebensnotwendig ist, weil es die Glukoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und damit die Energiegewinnung ermöglicht, müssen die Betroffenen künstliches Insulin spritzen.

[] Diabetes Typ 2:
Adipositas (Fettleibigkeit) kann zu einer Insulinresistenz führen. Die Körperzellen erkennen den Botenstoff zur Energieaufnahme nicht richtig. Die Betazellen der Bauchspeicheldrüse reagieren darauf nicht entsprechend - es entsteht Diabetes Typ 2. Tritt auch im Alter auf - unabhängig vom Gewicht (Alterszucker). Bewegungsarmut begünstigt die Entstehung. Beim Typ 2 hört die Bauspeicheldrüse nicht gänzlich auf, Insulin zu produzieren. 90 bis 95 Prozent aller Diabetiker sind davon betroffen.

[] HbA1c:
Ein Maß für die Konzentration des mit Glukose beladenen Hämoglobins im Blut. Je niedriger der Wert (nicht über 7,0), desto höher die Chance, die gravierenden Spätfolgen (Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Nierenversagen, Schlaganfall, Fußamputation, Netzhauterkrankungen) zu verhindern. (pi)

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