Stadler wusste nichts vom Spitzelauftrag

21. Juni 2006, 15:21
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FP-Volksanwalt weist Beteiligung von sich

Wien - Volksanwalt Ewald Stadler wusste - anders als am 8. Juni im der Standard berichtet - nichts von einem angeblichen Auftrag an einen Privatdetektiv zur Bespitzelung des Kärntner Landeshauptmannes. Wie berichtet, hat der Kärntner FPÖ-Chef Karlheinz Klement den durch die Lucona-Affäre bekannt gewordenen in Kärnten ansässige Privatdetektiv Dietmar Guggenbichler beauftragt, Material über die Hypo Alpe-Adria-Bank, das Klagenfurter Station und den FC Kärnten zu sammeln.

In der so genannten "Detektivaffäre", die die Kärntner FPÖ und das Kärntner BZÖ entzweit, sind inzwischen mehrere Anzeigen anhängig. Die Sache eingefädelt hatte der FPÖ-Mitarbeiter Josef Feinig, der von Klement und Guggenbichler inzwischen geklagt wurde. Die FPÖ vermutet immer noch das BZÖ hinter der ganzen Aktion. Klement glaubt, dass Feinig in Haiders Auftrag agiert habe und auch immer wieder in seinem Büro gewesen sei. Das Büro Haiders dementiert.

Klement - der unlängst angab, durchaus wieder einen Privatdetektiv zu engagieren und vom BZÖ bereits als "Spitzelkandidat"bezeichnet wird - hatte seine Partei über seine Ermittlungen nicht informiert. Er sagte selbst, er habe als Privatmann gehandelt. (red/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 19.6.2006))

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