Durchbruch bei Friedensgesprächen für Burundi

25. Juni 2006, 11:46
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Regierung und Rebellen vereinbaren zweiwöchige Waffenruhe - 300.000 Menschen wurden während des Bürgerkriegs getötet

Daressalam - Die burundische Regierung und die Rebellenorganisation Nationale Befreiungskräfte (FNL) haben bei ihren Friedensgesprächen in Tansania einen Durchbruch erzielt. Beide Seiten vereinbarten eine zweiwöchige Waffenruhe, wie der tansanische Präsident Jakaya Kikwete am Sonntag mitteilte. In dieser Zeit sollen Verhandlungen über einen endgültigen Waffenstillstand stattfinden. "Dieses Abkommen gibt dem Frieden in Burundi eine Chance", lobte Kikwete.

Zwölfjährigen Bürgerkrieg

Während des mehr als zwölfjährigen Bürgerkriegs waren in dem zentralafrikanischen Kleinstaat rund 300.000 Menschen getötet worden. Die FNL ist die einzige von sieben Hutu-Rebellengruppen, die vor sechs Jahren keinen Friedensvertrag unterzeichnet hat. Sie hat mindestens 1500 Kämpfer. Die Friedensgespräche unter Vermittlung Südafrikas in Tansania hatten Ende Mai begonnen. Umstritten ist zwischen der FNL und der Regierung noch die Zukunft der Armee. Die FNL fordert die Auflösung und Neuorganisation der Streitkräfte, die Regierung möchte eine Eingliederung der FNL in eine reformierte Armee erreichen. (APA)

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