Fang-Maske erzielt Rekordpreis von sechs Millionen Euro

18. Juni 2006, 16:18
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Versteigerung in Paris - Teuerstes Werk der frühen Künste

Paris - Bei einer Auktion in Frankreich hat eine Fang-Maske aus Gabun den Rekordpreis von fast sechs Millionen Euro erzielt. Die 48 Zentimeter hohe Ngil-Maske wechselte am Samstag für exakt 5.904.176 Euro den Besitzer, wie das Auktionshaus Enchères Rive Gauche in Paris mitteilte. Sie wurde damit zum teuersten Werk der frühen Künste, das jemals verkauft wurde. Der Schätzwert hatte ein bis anderthalb Millionen Euro betragen. Den bisherigen Rekord bei den frühen Kunstwerken hatte bisher eine Bangwa-Statue aus Kamerun gehalten, die 1990 bei Sotheby's für einen Preis von 2,7 Millionen Euro versteigert worden war.

Die Fang-Maske stammt aus der Sammlung des französischen Künstlers Pierre Vérité und seiner Frau Suzanne, deren mehr als 500 Stücke an diesem Wochenende unter den Hammer kommen sollten. Der geschätzte Gesamtwert lag bei zwölf bis 18 Millionen Euro.

Neben der Maske erzielten mehrere Werke am Samstag ebenfalls Toppreise: Eine Statue aus Angola wurde für 3,78 Millionen Euro verkauft, eine weitere Statue von der Elfenbeinküste erreichte knapp drei Millionen Euro. Pierre und Suzanne Vérité hatten in den 20er Jahren begonnen, Stücke der so genannten primitiven Künste zu sammeln. Bis in die 90er Jahre hinein wurde die Sammlung immer wieder öffentlich ausgestellt. (APA)

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    Der Schätzpreis für die Fang-Maske hatte ein bis 1,5 Millionen Euro betragen.

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