Schüssel: Die Grünen schütten uns an, wo sie nur können

4. Juli 2006, 15:56
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Kanzler in der "Kleinen Zeitung": "Wir brauchen einen starken Sozialpartner"

Wien - Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) hat die Grünen für ihre Kritik an der ÖVP gerügt. "Ich registriere, dass die Grünen, wo sie nur können, uns anschütten. Das ist ein Signal, das mir zwar nicht angenehm ist, aber das man hinnehmen muss wie den Wetterbericht", so der Kanzler in der "Kleinen Zeitung" (Sonntagausgabe). "Die Grünen finden alles schlecht, was wir machen. Damit kann ich leben. Die Wähler werden sich schon ihr Bild machen, wer versucht, etwas zu bewegen und zu verändern. Ich gehe zuversichtlich allein in die Wahl", sagte Schüssel.

Der Kanzler bekräftigte erneut, dass die Existenz das ÖGB durch die Tilgung der Schulden aus der BAWAG-Affäre nicht gefährdet werde. "Wir brauchen einen starken Sozialpartner", sagte Schüssel, fügte aber hinzu, dass es "wohl klar" sei, dass der ÖGB "sein nicht notwendiges Vermögen einbringen muss".

Verteidigte Hochwasser-Vergleich

Seinen Vergleich der BAWAG-Situation mit dem Jahrhundert-Hochwasser, für den er vom Grünen-Chef Alexander Van der Bellen kritisiert worden war, verteidigte Schüssel erneut: "Daran hat nur der Herr Professor Van der Bellen etwas auszusetzen gehabt, der es als Wirtschaftsprofessor eigentlich besser wissen müsste. Zu dem Zeitpunkt waren die Bankschalter geschlossen und als sie wieder aufgesperrten, war die Lösung da. Das ist eine Beckmesserei, die typisch ist für manche Grüne." (APA)

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