Sechs Verletzte bei Bombenanschlag in Thailand

26. Juni 2006, 17:45
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Sprengsatz per Mobiltelefon gezündet

Bangkok - Bei einer Bombenexplosion im Süden Thailands sind am Sonntag nach Polizeiangaben sechs Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Die Opfer der Detonation in der Provinz Narathiwat seien Behördenvertreter auf Patrouille gewesen, die in ihrem Auto an einer Kreuzung gestoppt hätten. Die fünf Kilogramm schwere Bombe war den Angaben nach in einer Metallkiste versteckt und wurde über ein Mobiltelefon gezündet.

Der Anschlag vom Sonntag war der jüngste einer Reihe von Angriffen, die die Region in den vergangenen Tagen erschütterten. Allein am Donnerstag und Freitag hatte es in südlichen Landesteilen etwa 60 kleinere Bombenexplosionen gegeben, bei denen mindestens zwei Menschen getötet und mehr als 30 weitere verletzt wurden.

Die drei moslemisch geprägten Provinzen Pattani, Yala und Narathiwat in Thailand sind seit rund zwei Jahren immer wieder Schauplatz von Gewalt zwischen den verschiedenen Religionsgruppen. Dabei kamen bis heute mehr als 1.300 Menschen ums Leben. Vor allem die Einwohner malaysischer Abstammung dort fühlen sich von der buddhistischen Regierung benachteiligt. In der Region brodeln Unabhängigkeitsbestrebungen. (APA/Reuters)

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