Ecuadors Teamchef bereut Sex-Verbot

17. Juni 2006, 15:34
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Kein Protest gegen Crouch-Tor gegen T&T - Niederländer mussten

Ecuadors Teamchef Luis Suarez hat sein striktes Sex-Verbot für Spieler und Trainer während der WM inzwischen bereut. "Das ist nicht gut. Das ist ganz und gar nicht gut", meinte der 46-Jährige nachträglich. Eine Lockerung der strengen Liebesregeln will Familienvater Suarez trotzdem nicht zulassen. Lieber verlässt er sich auf den Rat der Mannschaftsmediziner, auf scharf gewürzte Speisen zu verzichten, um den Sex-Hunger nicht anzustacheln.

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Die Verbandsleitung von Trinidad und Tobago sieht keinen Sinn in einer Klage gegen das nach klarem Foulspiel erzielte 1:0-Tor des Engländers Peter Crouch. Ein solcher Schritt sei sinnlos, erklärte Jack Warner, Verbandspräsident der CONCACAF sowie Vize-Präsident der FIFA, in der Zeitung "The Trinidad Guardian". Über die Hintergründe des vom japanischen Schiedsrichter Toru Kamaikaba nicht geahndeten Fouls vor dem Treffer meinte Warner verbittert: "Er war wohl überwältigt vom Marktwert der Engländer mit über einer Milliarde Pfund gegenüber den 20 Millionen unserer Mannschaft."

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Rund 1.000 niederländische Fans mussten am Freitag vor dem Spiel ihrer Mannschaft gegen die Elfenbeinküste (2:1) vor dem Einlass in das Stuttgarter Stadion die Hosen runter lassen. Die Anhänger hatten eine Art Lederhose mit dem Werbeaufdruck einer niederländischen Brauerei an. "Jeder einzelne Fan kann anziehen, was er will. Doch wenn eine Firma Fans massenweise mit Werbematerial ausrüstet, ist das nicht erlaubt", erklärte Markus Siegler, Mediendirektor des Fußball-Weltverbandes FIFA. Die exklusiven Hauptsponsoren der FIFA müssen für das exklusive Recht der WM-Vermarktung 40 Millionen Euro zahlen.

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Marcelinho, Kicker in Diensten von Hertha BSC Berlin, spielt doch bei der WM - allerdings nur mit der Band "Para Frente Brasil". Der von Brasiliens Nationalcoach Parreira nicht berücksichtigte Mittelfeldspieler tritt drei Tage vor dem WM-Finale in Berlin mit seiner Band in einem Lokal auf. Er will die Fans mit Samba-Rhythmen einstimmen, selbst wenn Brasilien schon vorher ausgeschieden sein sollte.

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