UIAG kauft 61 Prozent von Austria Email

17. Juni 2006, 17:16
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UIAG erkennt in der starken Nachfrage nach Warmwasserspeichern Geschäftschance - Verkäufer Liaunig vorerst noch mit Minderheitsanteil

Wien - Die börsenotierte Unternehmens Invest AG (UIAG) hat im Rahmen eines von ihr geführten Finanzkonsortiums etwa 61 Prozent der im Dritten Markt der Wiener Börse gelisteten Austria Email AG (Knittelfeld) übernommen. Verkäufer Herbert Liaunig, ein Kärntner Industrieller, bleibt zunächst noch mit einem Minderheitsanteil in der Austria Email. Dies teilte die UIAG am Freitag ad hoc mit. Kaufpreis wurde keiner mitgeteilt.

Die Kaufverträge müssen noch kartellrechtlich genehmigt werden. Austria Email ist in der Produktion und im Vertrieb von Warmwasserspeichern tätig. Der Umsatz stieg 2005 um rund 10 Prozent auf 50,5 Mio. Euro, das EGT betrug 2,4 Mio. Euro (plus 17 Prozent gegenüber 2004). Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 330 Mitarbeiter.

UIAG-Chef Kurt Stiassny begründet den Kauf unter anderem mit dem aktuellen Boom bei alternativen Energieträgern, der zu einer starken Nachfrage nach Warmwasserspeichern führe. Diese Wachstumschancen solle Austria Email verstärkt wahrnehmen, etwa durch die Ausweitung des Vertriebs, aber auch durch Akquisitionen. Auch eine Erweiterung des Produktportfolios sei möglich. Der Produktionsstandort Knittelfeld solle erhalten bleiben.

Austria Email-Vorstandschef Wolfgang Gauster wird laut Aussendung dem Unternehmen weiter zur Verfügung stehen, der bisherige Kernaktionär Liaunig auch weiterhin im Aufsichtsrat vertreten sein. Liaunig habe sich über seine Privatstiftung temporär mit einem Minderheitsanteil von 25,1 Prozent an dem UIAG-Konsortium beteiligt. Er kann diese Anteile aber "zu einem späteren Zeitpunkt" dem UIAG-Konsortium andienen".

Das Listing der Austria Email Aktie am Dritten Markt der Wiener Börse solle aufrechterhalten bleiben. "Bei einer erfolgreichen Umsetzung des Wachstumskurses ist Austria Email auch als Investment für Anleger durchaus interessant, eine spätere amtliche Notierung daher durchaus vorstellbar", so Stiassny.

Weil Austria Email nur gelistet sei, finde das Übernahmegesetz trotz des erfolgten Kontrollwechsels keine Anwendung, schreibt das Unternehmen. Neben dem UIAG-Konsortium hält die B&C Holding 18,4 Prozent der Anteile an der Austria Email, die restlichen 20 Prozent sind im Streubesitz. (APA)

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