"Trooping the Colour": Parade zum 80er der britischen Königin

23. Juni 2006, 11:00
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Tausende jubelten der Queen bei strahlendem Sonnenschein zu

London - Tausende Londoner und Touristen aus aller Welt haben am Samstag der britischen Königin Elizabeth II. bei der farbenprächtigen Militärparade "Trooping the Colour" zu ihrem 80. Geburtstag zugejubelt. Die Monarchin erschien mit ihrem Gemahl Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, der kürzlich 85 Jahre alt wurde, in einer von Schimmeln gezogenen Kutsche. Ihren eigentlichen Geburtstag hatte die Queen bereits am 21. April auf dem Familiensitz in Windsor gefeiert. "Trooping the Colour" wird traditionell an einem Samstag im Juni als offizieller Geburtstag britischer Monarchen begangen - unter anderem wegen der besseren Wetteraussichten.

Bei strahlendem Sonnenschein fuhr die Monarchin auf dem Hof der Königlichen Reitergarde an den angetretenen Truppenteilen vorbei und nahm anschließend den "Royal Salute" ab. Die Königin trug für die von Fernsehstation zahlreicher Länder live übertragene Zeremonie ein lila Kostüm mit gleichfarbigem Hut. Prinzgemahl Philip hatte die leuchtend rote Uniform der Leibgarde angelegt. Thronfolger Prinz Charles und dessen 21-jähriger Sohn Prinz Harry gehörten zu den Teilnehmern des militärischen Festaktes. Hingegen nahm die zweite Ehefrau des Thronfolgers, Camilla, Herzogin von Cornwall, wegen der Trauer um ihren vor einer Woche verstorbenen Vater Bruce Shand nicht teil. Prinz William (23), der ältere von Charles' Söhnen, musste sich wegen Dienstpflichten an der Militärakademie Sandhurst entschuldigen.

Am Ende der Zeremonie, zu der auch ein traditionelles "Freudenschießen" von Soldaten gehörte, war eine Flugzeugparade der Royal Air Force mit 49 Maschinen über dem Buckingham-Palast vorgesehen.

Ursprung der Feier ist eine auf das 17. Jahrhundert zurückgehende Tradition des Vorzeigens der Fahnen oder auch Farben (Colour) der verschiedenen Regimenter und Truppenteile. Dadurch sollten sich die Soldaten in einer Schlacht besser orientieren und ihre eigenen Einheiten besser wiedererkennen können. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wird die Zeremonie öffentlich zu Ehren königlicher Geburtstage vollzogen. Sie fiel nur wenige Male aus - in den Jahren des Zweiten Weltkrieges und 1955 wegen eines Eisenbahnerstreiks. (APA/dpa)

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