Ungarn: Vogelgrippe-Verdacht bei Hausgeflügel bestätigt

7. Juli 2006, 13:06
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Speziallabor in London diagnostizierte H5N1

Budapest - Ungarisches Hausgeflügel ist erstmals an dem auch für Menschen gefährlichen Vogelgrippe-Virus H5N1 erkrankt. Dies bestätigte das britische Weybridge-Labor der Europäischen Union am Freitag. Wie Chefveterinär Miklos Süth erklärte, seien jedoch keine weiteren Schutzmaßnahmen nötig, da die bisher getroffenen Maßnahmen ausreichen würden.

Die Vogelgrippe war vergangene Woche zunächst auf einer Gänsefarm in Kiskunmajsa im Komitat Bacs-Kiskun in Südungarn auftreten, wo Tiere massenweise verendeten. In dem Betrieb wurden 3.300 Gänse und in der Schutzzone nahezu eine halbe Million Geflügel getötet. Nahe Kiskunmajsa waren auch in den Ortschaften Bodoglar, Szank und Moricgat Krankheitsfälle aufgetreten.

Wie in den Medien berichtet, habe Frankreich bereits Gänseleber-Imprte aus Ungarn gestoppt. Agrarminister Jozsef Graf erklärte am Freitag, alle betroffenen Tierhalter, deren Geflügel getötet wurde, würden innerhalb von 30 Tagen entschädigt. (APA)

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